Hotel im Salzburger Land

Wie viel Zukunft passt hinter eine historische Fassade?

Standort

Salzburger Land

Die Aufgabe

Ein Haus am Marktplatz weiterzuentwickeln, das seine Geschichte nach außen trägt und innen Raum für Neues schafft, ohne das Wirtshaus als Ort der Begegnung zu verlieren.

Der Ansatz

Die Fassade erzählt, wer das Haus ist. Also bleibt sie. Was sich verändert, passiert dahinter: gezielt, maßstäblich, mit Respekt vor dem Bestand. Kein zusätzlicher Quadratmeter Landschaft, sondern mehr aus dem, was schon da ist. Nicht wachsen in die Breite, sondern in die Tiefe.

Die Lösung

Die historische Fassade zum Marktplatz bleibt, was sie immer war: das Gesicht des Hauses und ein Stück Ortsidentität. Ihre Struktur bleibt prägend und erlebbar, auch dort, wo sich dahinter vieles verändert hat.

Im Inneren entsteht neuer Raum nicht durch mehr Fläche, sondern durch intelligente Verdichtung. Neue Funktionen fügen sich ins bestehende Raumgefüge ein, ohne den Maßstab des Hauses zu sprengen. Ein flexibles Raumkonzept gibt Wirtshaus und Hotel gleichermaßen Platz, verbunden durch eine klare Achse der Nutzung.

Das Wirtshaus bleibt dabei, was es im Ort immer war: ein Treffpunkt für Gäste und Einheimische gleichermaßen. Architektur übernimmt hier soziale Verantwortung, indem sie Begegnung nicht nur zulässt, sondern bewusst schützt.

Die neuen Zimmer und Bereiche zeigen, wie Heimatgefühl heute aussehen kann: Mid-Century-Charme trifft auf alpine Wurzeln. Vertraut, aber nicht verstaubt. Zeitgemäß, aber nicht beliebig.

Auch außen setzt sich die Haltung fort. Durch den Rückbau überzähliger Nebengebäude wird Fläche entsiegelt und der Freiraum aufgewertet. Der ökologische Fußabdruck wird nicht nur begrenzt, sondern verbessert.

Das Ergebnis ist ein lebendiger Ort, der Vergangenheit und Zukunft verbindet: historisch verankert, funktional neu gedacht, offen für Gäste und Gemeinschaft.