KRAFTalm Erweiterung

Wie verschwinden zwei Geschosse hinter 400 Pflanzen?

Projektinformationen

Projektart
Zubau
Leistungen
Architektur
Bauleitung
Innenarchitektur
Projektmanagement
Status
Fertig
Jahr
2025

Auftraggeber

Familie Hölzl

Standort

Itter, Kitzbüheler Alpen,Tirol

Die Aufgabe

Die Erweiterung eines Almhotels, die mehr Raum schafft, ohne das Bestehende zu verdrängen. Ein sensibler Schritt nach vorn, getragen von Respekt für Landschaft, Bestand und Herkunft.

Fakten und Zahlen

400

Bäume und Sträucher neu gepflanzt, damit die Architektur in der Natur aufgeht

90,6 %

der neu gebauten Flächen sind begrünt, für einen minimalen ökologischen Fußabdruck

3

Nutzungen in einem Raum: Yoga, Seminar und Feier, umrahmt von Kiefern wie ein Platz im Wald

Der Ansatz

Der Bestand war zuerst da, die Landschaft noch viel früher. Der Zubau ordnet sich beiden unter, statt mit ihnen zu konkurrieren. Klar im Ausdruck, reduziert im Eingriff. Nicht mehr Masse, sondern mehr Qualität. Ein Gebäude, das man weniger sieht als spürt.

Die Lösung

Die Erweiterung der KRAFTalm folgt einer klaren Idee: mehr Raum, weniger Fläche. Der gesamte Baukörper ist zurückhaltend gestaltet und so ins bestehende Ensemble integriert, dass er visuell kaum in Erscheinung tritt und trotzdem neue Qualitäten schafft.

Im Erdgeschoss entstand ein vielseitig nutzbarer Raum für Yoga, Seminare oder kleine Feiern. Weiß- und Schwarzföhren mit ihren schirmförmigen Kronen rahmen ihn ein. So entsteht eine Atmosphäre, die sich anfühlt wie ein Platz mitten im Wald: Natur nicht als Ausblick, sondern als Umgebung.

Im Obergeschoss öffnet sich der Massageraum zur Bergwelt. Moosbeersträucher umgeben ihn und vermitteln das Gefühl, mitten in der alpinen Natur zu liegen. Ruhe wird hier nicht inszeniert, sondern einfach zugelassen.

Auch außerhalb der Räume setzt sich die Haltung fort. Minimale Flächenversiegelung und gezielte Begrünung halten den ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich. Die Natur rund um die Alm bleibt, was sie war.

Das Ergebnis ist ein Rückzugsort mit Weitblick, der den Charakter der Alm stärkt, statt ihn zu überdecken. Offen für alles, was kommen darf: Ruhe. Bewegung. Begegnung.